Willkommen

Willkommen auf der Homepage des Ornithologischen Vereins zu Leipzig e.V.

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Kurt Größler 13. September 1934 - 26. September 2016

Am 26. September 2016 verstarb nach schwerer Krankheit der langjährige Vorsitzende und Ehrenmitglied des Ornithologischen Vereins zu Leipzig e.V. Kurt Größler.

Die Beisetzung fand am 2. November 2016 auf dem Leipzig-Sellerhäuser Friedhof statt.

Sein Grab zur Trauerfeier am 2. November 2016

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„Leipziger Lerchen“ beim 13. bundesweiten Birdrace am 07.05.2016

Der „Dachverband Deutscher Avifaunisten“ (DDA) hatte für den 07.05.2016 wieder zum bundesweiten „Birdrace“ aufgerufen.

Teams von Vogelbeobachtern, bestehend aus mindestens 2 bis maximal 5 Teilnehmern, versuchen an diesem Tag (in der Zeitspanne von 00.00 Uhr bis 24.00 Uhr) möglichst viele Vogelarten zu sehen oder zu hören und auch für ihr Team über Sponsoren Spenden zugunsten des Internetportals „ornitho.de“ zu gewinnen.

Das Birdrace-Team

Foto:

Dem Vorschlag des Vereinsmitgliedes Gunnar Oehmichen, ein Team des OVL am 07.05.2016 mit ins Rennen zu schicken, folgten drei weitere Mitstreiter.

Pünktlich um 05.15 Uhr fanden wir uns mit unseren Fahrrädern am Treffpunkt an der Sachsenbrücke im Clara- Zetkin- Park ein. Als erste Arten konnten wir hier Amsel, Singdrossel, Blau- und Kohlmeise, Buchfink, Rabenkrähe, aber auch Stock- und Schellente sowie Teichhuhn und Flußregenpfeifer notieren.

Die Liste füllte sich auf der Weiterfahrt durch den Leipziger Auenwald mit weiteren Singvogelarten, Grün- und Buntspecht und am Waldsee Lauer und am Cospudener See kamen dann noch Haubentaucher, Kolben,- Schnatter- und Tafelente, Graureiher und auch Rohrsänger und Grasmücken dazu. Bei schönstem Sonnenschein erfreuten uns in der Neuen Harth Blau- und Schwarzkehlchen, Steinschmätzer, Grauspecht und Habicht und an den bis vor drei Jahren so artenreichen Feldlachen Großdeuben wenigstens noch vier Kiebitze, mehrere Braunkehlchen, Sperbergrasmücke und ein Baumfalke.

Ein kurzer Abstecher an den Südostzipfel des Zwenkauer Sees brachte leider nicht die erhofften Beobachtungen von Heidelerche, Brachpieper oder Zwergtaucher.

Nach mehreren Kilometern Landstraße wurde dann der Pleißestausee Rötha als nächstes Ziel für Beobachtungen und als Pausenplatz erreicht. Für die Liste konnten wir z.B. Zwergmöwe, Trauerseeschwalbe, Hohltaube, Uferschwalbe, Gänsesäger und Weißstorch notieren, aber leider war der Ostwind im Tagesverlauf immer stärker geworden.

Am Rückhaltebecken Stöhna und Umgebung sah unser Team noch Krick- und Knäkenten, zwei Schwarzhalstaucher, Bartmeise und als Überraschung eine Wiesenweihe.

Zur Diskussion stand jetzt die weitere Fahrtroute – gegen den Wind entlang des Störmthaler Sees zu den Rohrbacher Teichen radeln oder unter Nutzung der S-Bahn die Lobstädter Lachen aufzusuchen.

Die Entscheidung für die Lobstädter Lachen wurde durch einen kurz singenden Ortolan, die Rufe der Großen Rohrdommel und des Rohrschwirls und die Sichtung von Silberreiher, Bruchwasserläufer, Mehlschwalbe und Grauammer belohnt.

Nach 18.00 Uhr ging es wieder mit dem Zug schnell zurück nach Leipzig und auf dem Südfriedhof wurde auf die Rufe von Sommer- und Wintergoldhähnchen und Tannenmeise gelauscht.

Zwanzig Minuten vor Sonnenuntergang sahen wir im Sadtzentrum noch einen Wanderfalken in der Nähe seines Brutplatzes und konnten ihn als 123. Vogelart auf unserer Tagesliste notieren.

Nach über 15 Stunden Schauen und Lauschen, 76 Fahrradkilometern und ohne die Beobachtung von Bluthänfling, Waldlaubsänger, Sumpfmeise und Schwarzspecht beendeten wir dann unsere Tour und belegten in der Gesamtwertung von 291 Teams mit über 1000 Teilnehmern Platz 72.

Weitere ausführliche Berichte, alle Ergebnisse und viele Fotos finden Sie im Internet unter www.dda-web.de/birdrace.

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Vortrag Amur-Bird Projekt

Wieland Heim berichtet über 5 Jahre Tätigkeit im Muraviovkapark in Fern-Ost

16.02.2016 Vortrag von Wieland Heim „5 Jahre Amur-Bird Projekt“ – Anwesende spendeten 81.65 EUR

Trotz der sehr beengten Raumverhältnisse im Naturkundemuseum Leipzig fanden sich zum Vereinsabend 18.00 Uhr ca. 35 interessierte Zuhörer ein, um Aktuelles zur Vogelforschung in Fernost - Russland zu erfahren. Unser Vereinsmitglied Wieland Heim engagiert sich seit 2011 bei der Erforschung der Vogelwelt, des Vogelzugs und der Umweltbildung im Muraviovka-Park, einem privaten Schutzgebiet am Amur. Das Gebiet im Osten Asiens zählt zu den „Hotspots der Biodiversität“ mit einer hohen Anzahl global bedrohter Vogelarten und war bis dato kaum erforscht. Neben dem standardisierten Registrierfang zur Beringung der Brutvögel und Durchzügler steht für Wieland und seine ehrenamtlichen Mitstreiter_innen die Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung (vor allem Kinder und Studenten) und deren Sensibilisierung für den Schutz der Fauna und Flora in ihrer Heimat im Mittelpunkt. Gefördert und finanziert wird das Projekt durch verschiedene gemeinnützige Vereine und Sponsoren, so dass auch die zum Abschluss überreichte Spende von 81,65 EUR sehr willkommen war.

Exkursion am 10.06.2015 im Muraviovka-Park während des Sommercamps mit Kindern aus der Amur-Region.

 

Beringung von Hochlandbussarden Buteo hemilasius

Foto: Amur Bird Project